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„Theoretisch ist es einfach, ihr müsst nur jeder durch das Tor dort treten.“ Das was in Seths Augen glitzerte war garantiert kein Gold, sondern die reinste Schadenfreude, allerdings hatte er vergessen, das selbst merkwürdige Menschenkinder eines gemeinsam hatten: Manche alte Geschichten kannten sie alle, selbst diejenigen die lieber PS3 bespielten oder die welche Gedächtnisschwund hatten.

„Das Tor da?“ fragte Nephele, mit vor Misstrauen triefender Stimme, „Das sieht aus wie ein magisches Tor.“

„Wir sind in der Hölle, da ist mit magischen Toren zu rechnen. Nur die wenigsten Baumärkten liefern hierher,“ erwiderte Seth leichthin. Na schön sie erkannten also magische Tore wenn sie welche sahen, aber: Durch mussten sie doch. Es würde sie ja nicht umbringen – aber diese Schmerzen! Jaaa! Rache!

Wir werden da durch müssen,“ knurrte Nuala, der sich das abwesende Fell trotzdem sträubte. Das ganze stank nahezu nach „Tritt durch und mach die richtig unglücklich“.

Und dann? Wird uns was zermalmen?“

Misstrauisch tippte Nephele gegen den goldenen Torrahmen. Etwas Gold blieb an ihrem Finger haften, bis sie es geistesabwesend an der Hose abwischte. Shuma hatte etwas mehr Probleme er musste regelrecht seine Hände abrubbeln, ehe sie wieder goldfrei waren. Zuerst hatte sie gedacht, es sei eines dieser Gold-Pechtore, wie sie die Holle gerne benutzte, aber von Pech war nirgendwo eine Spur. Nur Gold. Viel Gold. Gold das an dem einem klebte und an dem anderen weniger … eine vage Idee formte sich in ihrem Kopf.

Müssen wir nacheinander durchgehen?“ fragte sie.

Ja.“ bestätigte Seth.

Weit auseinander?“ hakte sie nach und Seth musste einräumen, das sie auch sehr hastig dicht auf dicht durchlaufen könnten, auch wenn es so nicht ganz gedacht war.

Okay.“ Diesmal glitzerte es in Nepheles Augen und es war auch bei ihr kein Gold … sie zog den etwas verblüfften Shuma an sich und küsste ihn lange genug, als das all sein denken sich weit vom Gold abwandte. Dann schubste sie ihn sanft durch das Tor, aus dem ein klebriger Goldregen auf ihn niederging, der jedoch von ihm abtropfte – Gold war grade nicht so fürchterlich verlockend. Und auf gewisse andere Gelüste reagierte das Tor der Habgier nicht.

Denk an Illidan!“ raunte Nephele Nuala zu und sprang dicht hinter ihr mit geschlossenen Augen und Shumas Namen auf den Lippen durch das Tor. Hinter ihr schwebte Seth durch das Gold, was nur so auf ihn niederprasselte und durch seine geisterhafte Erscheinung durch.

Habgier ist nur ein Antrieb,“ grinste ihn Nephele an, die ihren Freunden half das bisschen Klebgold loszuwerden, was an ihnen hängen geblieben war, „Und keiner von wäre hier, wenn unser stärkster Antrieb wirklich die Habgier wäre.“

Du liest doch garantiert in deiner Freizeit Feng Shui Bücher und meditierst, was?“ knurrte Seth säuerlich. Er hätte die Gelegenheit gut gefunden zu sehen, wie die drei voller Klebgold durch die Gegend wankten, was zentnerschwer an ihnen hing. Ausgerechnet mit den Grundlagen der Wollust ausgehebelt zu werden, also das war ärgerlich.

Nephele am 10.9.10 14:09

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