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Inzwischen war Nuala nur noch eines: Genervt. Und zwar entschieden. Sie wollte endlich am Grund der Hölle ankommen und durch das Dimensionsportal gehen. Wollte Illidan finden und dann zurück zu den Lebenden. Die toten Seelen um sie herum hatten an Schrecken verloren, sie waren einfach da.

Sie schenkte den Bäumen die hier wuchsen keine Aufmerksamkeit. Es waren Seelen, na und? Sie wurden hier geheilt, das war gut. Auf den ersten Blick wirkte das, was sie hier unten in der Hölle gesehen hatte erschreckend, ohne Frage. Aber wenn man den Schreck zur Seite schob, das ängstliche Tier in sich ignorierte und anfing zu denken: Was hier unten in der Hölle geschah war wichtig. Würden die Seelen hier unten nicht geheilt, würde nicht dafür gesorgt, das sie ihre früheren Leben vergessen, die Erde wäre inzwischen voll mit kaputten Menschen die alle mit den Problemen ihrer früheren Leben zu kämpfen hatten.

Für Nuala hatte der Tod den Schrecken verloren. Sie sehnte ihn sich nicht herbei, warum sollte sie. Aber sie hatte gesehen, dass es danach weiter ging. Vermutlich gab es noch andere Wege den eine Seele nehmen konnte, aber die Hölle an sich war nicht so schlimm wie man es vielleicht erwartet hatte und, es war überhaupt etwas das danach kam. Es war nicht einfach vorbei.

Wie schmerzhaft der Weg durch die Hölle wurde, nun dass konnte jeder selber entscheiden, indem er sich während des Lebens entsprechend verhielt. Wenn Nuala ehrlich zu sich war: So ganz kalt ließ sie das hier unten doch nicht. Wenn sie an den Blutfluss zurückdachte bekam sie Gänsehaut. Sie war ein Werwolf, und es gab Zeiten da fiel es ihr schwer nicht die Beherrschung zu verlieren. Nein, das war nicht der richtige Ort für trübsinnige Gedanken. Sie sah zurück zu Shuma und Nephele die nicht so schnell in dem Wald vorankamen. Sie sprang über einige Baumwurzeln zu ihnen zurück und stupste sie aufmunternd an.

Endlich sahen sie, wie sich der Wald weiter vorne lichtete. Nuala sprang vor und blieb überrascht stehen als sie die letzten Bäume erreichte. Das was da vor ihnen lag hatte sie nicht erwartet. Eisiger Wind wehte ihr entgegen und vor ihr erstreckte sich eine schwarze Wüste. Der Boden war hart, von kleinen schwarzen Steinen übersäht die ihr schmerzhaft in die Pfoten stachen. Eine Staubwolke hing über der Wüste, und der beständig wehende Wind schlug ihr hart den Staub ins Gesicht.

Seth verharrte neben Nuala, sie warteten auf die anderen. Gerade als sie zu ihnen aufschlossen schälte sich aus dem Staub eine dunkle Silhouette, jemand kam auf sie zu.

Nuala am 20.10.10 19:30

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